Der seltene Alpenbockkäfer - Rosalia alpine hat im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb noch einen Lebensraum.

Schwäbische Alb: Naturschatzkammern im Biosphärenreservat

Die Eiszeithöhlen in der Albregion sind mit der Auszeichnung »UNESCO Weltkulturerbe« geehrt worden. Diese Höhlen und deren bis zu 40 000 Jahre alten Kunstwerke hatten die Jury überzeugt. Somit stehen die Höhlen der Schwäbischen Alb auf gleicher Stufe mit den Höhlenmalereien von Lascaux in der Dordogne, der Chauvet-Höhle an der Ardeche und den ägyptischen Pyramiden.

Die Schwäbische Alb ist ebenso eine geologische und botanische Schatzkammer, kann mit dem UNESCO Geopark und mit dem UNESCO Biosphärenreservat glänzen. So viele Highlights auf einmal machen mich neugierig.

Auf einer E-Bike Tour durch das Lautertal erfahren wir von Dr. Siegfried Roth, er ist Leiter des UNESCO Geopark-Schwäbische Alb, wie Vulkanismus sowie kalkhaltige Meeresablagerungen das Relief Schwäbische Alb bis heute prägen. Achim Nagel vom UNESCO-Biosphärenreservat erklärt die beeindruckende Naturlandschaft.

Albgenuss darf nicht fehlen

Bevor wir unsere Tour mit dem E-Bike durch das Lautertal starten, kehren wir in der Genussmanufaktur »Lagerhaus« ein. Duftschwaden von selbstgemachter Seife, Schokolade und geröstetem Kaffee strömen durch das modern eingerichtete Lagerhaus. Das Restaurant mit angegliedertem Laden ist zertifizierter Biosphärenpartner. Mindestens sechs regionale Speisen müssen Biosphärenpartner auf der Speisekarte haben, damit sie dieses Label führen dürfen. Ich lass mir eine Portion »Albleise« mit Kassler Ripple vom Albschwein schmecken.

Biosphärenreservat Schwäbische Alb – Schopflocher Moor

 

Ein Wanderweg aus Eichenbolen führt durchs Schopflocher Moor, das ein besonderes Naturerlebnis bietet.
Ein Wanderweg aus Eichenbohlen führt durchs Schopflocher Moor.

Das Randecker Maar

 

Das Randecker Maar entstand durch Vulkantätigkeit vor Millionen von Jahren.
Das Randecker Maar ist ein ehemaliger Vulkanschlot der vor 17 Millionen Jahren entstand. Einst war hier eine mediterrane Zone mit Krokodilen, Nashörnern und Elefanten. Archäologen fanden Spuren der vergangenen Erdgeschichte die im Naturkundemuseum in Stuttgart zu besichtigen sind.

Vulkankrater Randecker Maar

Vor 17 Millionen Jahren gestalteten feuerspeiende Vulkane und Gasexplosionen die Landschaft. Spuren dieser Zeit sind noch zu sehen. Das Randecker Maar ist ein ehemaliger Vulkanschlot mit Kraterrand. Nach der Vulkantätigkeit entstand in der Vertiefung ein Maarsee mit einem Durchmesser von 1,2 Kilometer. Archäologen fanden in den Seeablagerungen zahlreiche Fossilien, darunter einen Schädel, der zu einem sechs Meter langen Krokodil gehörte. Dieser und andere Funde belegen, dass hier eine tropische Zone mit charakteristischer Pflanzen- und Tierwelt vorherrschte. Knochen, Zähne, Skelette, Pflanzenreste sowie andere Funde aus dem Randecker Maar können im Stuttgarter Naturkundemuseum bestaunt werden. Rundum befinden sich 20 Quellen, die in das Randecker Maar fließen und vom Zipfelsbach aufgenommen werden. Das Randecker Maar ist eine wichtige Fossilienfundstelle und gehört zu den bedeutendsten Geotopen in Deutschland.

Muschelkalkschichten prägen den Albtrauf

 

In Muschelkalkschichten sind Versteinerungen von Meeresorganismen.
In Muschelkalkschichten sind Versteinerungen von Meeresorganismen.
Ammoniten aus dem Urmeer. ausgestellt im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb.
Im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb sind Ammoniten ausgestellt.

Korallenriff aus dem Urmeer

Vom Stuttgarter Fernsehturm sieht man am Horizont bei klarem Wetter den 200 Kilometer langen und bis zu 300 Meter hohen Albtrauf. Der Albtrauf ist ein ehemaliges Korallenriff, das durch Meeresablagerungen entstanden ist. Vor ca. 150 Millionen Jahren bedeckte ein tropischer Ozean weite Teile Europas. Sedimente lagerten sich am Meeresgrund ab, verdichteten sich zu Ton, Muschelkalk und zu Mergelschichten, auf denen gigantische Korallenriffe entstanden.

Von Fachleuten werden diese Schichten in Lias (Schwarzer Jura), Dogger (Brauner Jura) und Malm (Weißer Jura) eingeteilt. Spannungen im Erdinneren und tektonische Prozesse haben die mächtigen Kalkriffe im Gebiet der Schwäbischen Alb an die Oberfläche gedrückt. Heute findet man Schwämme, Ammoniten, Korallengebilde und andere Versteinerungen, die vom Entstehunsgprozess zeugen.

Die Millionen Jahre alten Vulkanlandschaften und Meeresablagerungen bilden das Fundament der Alblandschaft, auf der sich eine faszinierende Tier- und Pflanzenvielfalt entwickeln konnte.

E-Bike-Tour durch das Lautertal und Glastal bis Wimsen

 

Steinreiche Alb

Alles Wasser versickert auf der Albhochfläche im karstigen Untergrund. Die steinigen Karstlandschaften der Alphochfläche eigneten sich nie besonders für die Landwirtschaft. Man konnte nicht richtig pflügen, weil unter der mageren Humusschicht das Karstgestein kommt. Für lange Zeit galt die Schwäbische Alb als Armenhaus Deutschlands. Bei Wassermangel mussten die Dörfer noch in den fünfziger Jahren mit Tankwagen versorgt werden. Seit es die Bodenseewasserversorgung gibt, ist das Problem gelöst.

Bad Uracher Wasserfall

 

Der Bad Uracher Wasserfall stürzt über Tuffschnauze hinunter.
Der Bad Uracher Wasserfall stürzt über eine Tuffschnauze und stufige Baldachine in die Tiefe.

Stein hat Zeit

Die Schwäbische Alb ist durchlöchert wie ein Schweizer Käse. Nirgends gibt es mehr Höhlensysteme als hier. Bisher wurden 2800 Höhlen in der Schwäbischen Alb nachgewiesen. Die meisten Höhlen sind nicht erforscht und manche warten noch auf ihre Entdeckung.

Unser Begleiter erklärt die Verkarstung und wie Wasser die Karstlandschaft der Schwäbischen Alb formt. Regenwasser verbindet sich mit dem Kohlendioxid der Luft und bildet Kohlensäure. Das kohlensäurehaltige Wasser dringt in feine Ritzen des Kalkgesteins ein und löst den Kalkstein langsam aber stetig auf. Es bilden sich Risse, Klüfte, Spalten, kleinere Hohlräume, sowie enorm große Höhlensysteme, wie die geheimnisvolle Blauhöhle. Mancherorts stürzte die oberflächennahe Höhlendecke ein. Den trichterförmigen Erdfall nennt man Doline.

Überraschend holt unser Guide ein Fläschchen aus der Tasche und träufelt mit seiner Pipette einige Tropfen Säure auf den Kalkstein. Der überzeugende Beweis zeigt, wie diese Säure den Kalkstein auflöst. Feinteile werden mit dem Wasser fortgeschwemmt und an anderer Stelle als sog. Kalksinterung abgelagert. Deshalb bildete sich am Bad Uracher Wasserfall eine Kalktuffschnauze und mehrere Baldachine aus Tuffstein. Die Steine im Brühlbach des Maisentals sind ebenfalls mit Kalktuffablagerungen überzogen.

Wir wandern weiter Richtung Gütersteiner Wasserfälle. Unterwegs überrascht uns ein Gewitter. Wir lassen die Gütersteiner Wasserfälle links liegen und wählen die leichtere Variante über den Fortsweg ins Tal.

An den Kalkschutthalden der Alb-Traufkante kann man beobachten, wie Gestein durch rückschreitende Erosion abgetragen wird. Frostsprengung im Winter und Regenwasser formen das Gelände.
An den Kalkschutthalden der Alb-Traufkante ist zu beobachten, wie Gestein durch rückschreitende Erosion abgetragen wird. Frostsprengung im Winter und Regenwasser formen das Gelände.

Fluch und Segen

Mit unserem E-Bike sind wir auf einem Aussichtspunkt angekommen. Rundum sehen wir verschiedene, typische Landschaftsformen der Schwäbischen Alb. Achim Nagel vom Biosphärenreservat erklärt, welche Bewirtschaftung angestrebt wird, um die Pflanzenvielfalt zu erhalten. Wir fahren langsam weiter in Richtung Glastal und zur Wimsener Höhle.

Karge, ertragsarme Böden sind für die Landwirtschaft ein Fluch, jedoch für die Artenvielfalt ein Segen. Der Pflanzenbewuchs der Natur hat sich in vielen Jahrtausenden den Bodenverhältnissen angepasst. An sonnigen, trockenen Hügeln gedeihen Wachholderbäume, die in weitem Abstand stehen und dazwischen Platz für Wiesen lassen. Man nennt sie Kalkmagerrasen. Hier wachsen Silberdistel, die Hummelragwurz und der Traubensteinbrech, der als Überbleibsel die letzte Eiszeit überlebte. Das elegante Federgas, welches über den Donauraum aus dem Balkan einwanderte, gedeiht hier ebenfalls. In den Wacholderhängen ist Lebensraum der Goldammer, sie gilt als Charaktervogel der Alb.

Schafe sind Kuriere für Samenpakete

Achim Nagel: »Schäfer sorgen mit ihren Schafherden dafür, dass Freiflächen nicht verbuschen und das typische Landschaftsbild der Schwäbischen Alb erhalten bleibt. Wenn Schafherden durch Weidegründe ziehen, schnuppern sie auf der Suche nach schmackhaften Pflanzen unablässig am Boden. Schafe sind wählerisch. Alles, was zu aromatisch riecht und »stupfelt«, mögen sie nicht. Mit ihrem »Fraßbild« drücken sie der Pflanzenvegetation einen Stempel auf. Unbewusst transportieren Schafe auf ihren Wanderungen Pflanzensamen, die im Fell hängen bleiben, in andere Regionen. Damit sorgen sie für deren Verbreitung und fördern die Artenvielfalt dieser Landschaft.

Auf der obersten Felskante wachsen Mehlbeeren. Diese Baumart hat weißbehaarte Blattunterseiten und kann damit die abstrahlende Hitze von Kies und Gestein reflektieren. Kiefern, Buchen und Fichten haben einen gedrungen Wuchs und erinnern mich an japanische Bonsais. Die Felsregionen der Alb sind Reviere von Turm- und Wanderfalke. In Felshöhlen brüten wieder Uhus.

Buntes Leben auf kargen Wiesen

Im Juni ist Hochblüte der Mager- und Trockenwiesen und herrlichste Zeit auf der Alb Hochfläche. Mit betörenden Düften, mit verschwenderischer Formen- und Farbenpracht müssen Pflanzen blütenbestäubende Insekten anziehen. Bis zu 80 verschiedene Gräser- und Blumenarten haben Biologen auf einem Quadratmeter Wiese gezählt. Darunter Wiesensalbei, gelber Alpenwundklee, die Golddistel, das filigrane Zittergras, duftender Thymian, etliche Wildorchideenarten. Wir sehen Gruppen von Bläulingen, die flatternd von Blüte zu Blüte taumeln. Rosafarbene Disteln werden von schwarzroten Widderchen besetzt. Die kleinen Widderchen sind wie betäubt vom Nektar der Distelblüte und lassen sich leichter als andere Insekten fotografieren. Die zarte Doldenblüte der Wilden Möhre duftet intensiv nach Karotte und scheint unwiderstehlich für die Raupen des Schwalbenschwanz Schmetterlings.

Trällernde Feldlärchen, summende Bienen und Hummeln sowie das Zirpen von Zikaden und Heuschrecken sorgen für den Sound in den Blumenwiesen. Das wohlriechende Ruchgras (Anthoxantum odoratum) mischt sich unter andere Gräserarten und  sorgt beim Trocknen für den intensiven, angenehmen Heuduft, den ich so gerne mag. Die Albwiesen sind ein Duft- und Schauerlebnis, das mir lange in Erinnerung bleibt.

Damit sich eine artenreiche Mager- und Trockenwiese regeneriert, darf erst nach der Samenreife der Blumen und Gräser gemäht werden. Darum werden diese Wiesen extensiv bewirtschaftet und nur zweimal im Jahr geschnitten.

Biosphärenreservat – Naturschutzzentrum Schopflocher Alb

 

Schopflocher Moor

Sonja Berger und Jens Häußler vom Naturschutzzentrum begleiten uns auf einer Runde durch das Schopflocher Moor. Das Schopflocher Moor ist das einzige größere Hochmoor der Schwäbischen Alb. Die Entstehung dieses Hochmoors mitten im Karstgebiet ist eine Besonderheit und geht auf einen erloschenen Vulkan vor 17 Millionen Jahren zurück. Der Vulkanschlot aus Basalttuff, ist zu Ton verwittert. In dieser wasserundurchlässigen Tonschicht staute sich Regenwasser und in der Vertiefung ist später ein Maarsee entstanden. Als nach der letzten Eiszeit der See verlandete, ist dieses einmalige Hochmoor entstanden.

Auf einem bequemen Holzbohlenweg, der auch kinderwagentauglich ist, wandern wir durchs Moor. Hochmoore mit Wassertümpeln und Gebüsch sind wie Inseln im Meer der Agrarlandschaften. Links und rechts des Weges begleiten uns cremefarbene Mädesüßstauden, rosa Weidenröschen, gelbe Mimulus, ich sehe den Waldziest, Blutweiderich, Wiesen mit Pfeiffengras. Am Ende des ausgebauten Pfades ist ein angelegter Wassertümpel. Molche schwimmen darin, Frösche quaken, am Rand stehen blühende Schwertlilien und lange Rohrkolben. Hier können Kinder mit ihren Eltern zum Naturforscher werden. Mit Becherlupe und Kescher in der Hand dürfen Kinder Kleinlebewesen wie Libellenlarven oder Kaulquappen fischen. Eltern schauen derweil im Bestimmungsbuch, welche Tiere und Pflanzen im Schopflocher Moor vorkommen.

Der Alpenbockkäfer – Rosalia alpina

 

Totholz einer Bergulme bleibt liegen. Hier an sonniger, warmer Stelle ist dieser Ulmenstamm Lebensraum und Kinderstube des seltenen Alpenbockkäfers.
Totholz einer Bergulme bleibt liegen. An sonniger Stelle ist der Ulmenstamm Lebensraum des Alpenbockkäfers.
Der seltene Alpenbockkäfer - Rosalia alpine hat im Biospärenreserat der Schwäbischen Alb seinen Lebensraum.
Der Alpenbockkäfer – Rosalia alpina hat im Biospärenreservat seinen Lebensraum. Fotografie © Adolf Schatten

Totholz ist Lebensraum

Vor dem Umweltzentrum blieb eine umgestürzte Bergulme liegen, damit der Alpenbockkäfer, der darin wohnt, seinen Lebensraum behält. Der Alpenbockkäfer ist einer der attraktivsten und seltensten Käfer. Seine azurblaue Farbe sowie die langen Fühler imponieren mir. Der Lebensraum des Käfers verschwindet, denn der Alpenbock ist wählerisch. Er braucht für die Entwicklung seiner Larven über mehrere Jahre gelagertes Altholz, das in unserer aufgeräumten Waldlandschaft kaum noch zu finden ist. Totholz gehört in den Wald, damit das natürliche Gleichgewicht sowie die Artenvielfalt erhalten bleibt. Am liebsten ist dem Alpenbockkäfer Buchen- oder Ulmenholz, das zudem noch von der Sonne beschienen sein soll. Hier bohrt er an der Sonnenseite Löcher für die Eiablage hinein. Es entwickeln sich Larven, die zwei bis vier Jahre im Holz leben, bevor sie als Käfer den Brutbaum verlassen. (Quelle: WSL B. Wermelinger Merkblatt 39 (2005)

Biosphärenreservat – Naturschutzzentrum Schopflocher Alb

 

Biosphärenreservat - Scwäbische Alb. Im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb in Lenkungen.
Im Naturschutzzentrum Schopflocher Alb ist ein riesiges Relief des Albtraufs.

Das Biosphärenreservat Schwäbische Alb

Das Zentrum des Biosphärenreservat Schwäbischen Alb ist in Münsingen. Als Biosphärenreservat gilt eine von der UNESCO eingerichtete Modellregion. Der Mensch als Teil der Biosphäre und die umgebende Kulturlandschaft stehen im Mittelpunkt. Zusammen mit den Bewohnern wird biologische Vielfalt erhalten und nachhaltige Bewirtschaftung gefördert. Bildung und Weiterentwicklung gehören ebenso zum Programm des Biosphärenreservats.

Erlebnisreiche Natur

Im Biosphärenreservat der Schwäbischen Alb wird Nachhaltigkeit gelebt und Gästeangebote sichtbar danach ausgerichtet. Die Schwäbische Alb eignet sich hervorragend für Naturbeobachtungen. Zu Fuß, mit der Kamera, mit dem Fahrrad oder Kanu ist man mitten in der Natur. Das Biosphärengebiet setzt auf: „Mehr Qualität, mehr Schutz der Biodiversität, mehr regionale Wertschöpfung“. Da dies der Region vorbildlich und besonders gut gelingt, gewann sie beim “Bundeswettbewerb nachhaltige Tourismusdestinationen in Deutschland” die diesjährige Auszeichnung.

Meine Tipps:

  • Eine Radtour durch das romantische Lauter- und Glastal mit Besuch der Wimsener Höhle. Die Wimsener Höhle ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ein Erlebnis für alle ist eine Bootsfahrt im glasklaren Wasser der Wimsener Höhle. Nebenan im Gasthof Friedrichshöhle bietet Familie Tress feine regionale Küche wie zu Omas Zeiten an. Dieser beschauliche Platz lädt zum Einkehren und Verweilen ein.
  • Ein Besuch des Naturschutzzentrums Schopflocher Alb. Prunkstück ist das lange Höhenschichtmodel des Albtraufs. Die Ausstellungen zeigen die Landschaftsgeschichte, Vulkanismus, Geologie sowie die Bedeutung besonderer Lebensräume und Streuobstwiesen. Besonderes Augenmerk wird auf Kinder gelegt.
  • Schopflocher Moor: Ein ausgebauter Holzbohlenweg lädt zum Spaziergang durch das Schopflocher Moor ein. Links und rechts ist der Pfad von Wildblumen eingesäumt. Das Moor zeigt sich zu jeder Jahreszeit in einem anderen Kleid.
  • Wanderung vom Wanderparkplatz bei Bad Urach zum Uracher Wasserfall. Je nach Kondition gibt es mehrere Rundwege in Richtung Gütersteiner Wasserfall. Der Premiumwanderweg “Wasserfallsteig” wurde 2106 zum schönsten Wanderweg des Jahres gewählt.
  • Besuch des »Hof Ziegelhütte« am Rande des Randecker Maares gelegen. Auf dem Demeterhof sehen Kinder allerlei Tiere und es gibt einen Garten. Im Hofladen mit Einkehrmöglichkeit gibt es eine Brotzeit. Von der Milch der 3o Kühe werden feine Käsesorten hergestellt. Köstlich.
  • Und zum Abschluss ins Bad Uracher Thermalbad. Hier hat man eine direkte Verbindung zur tief im Innern der Erde gelegenen Urgeschichte der Schwäbischen Alb. Das mineralisch angereicherte Thermalwasser kommt mit 61 Grad aus 770 Metern Tiefe und wird auf behagliche 38 Grad heruntergekühlt. Die Thermal- und Mineralbäder der Schwäbischen Alb sind der Erdgeschichte zu verdanken. Das heiße Wasser erinnert an Vulkane der Urzeit und macht bewusst, dass im Erdinnern noch immer viel Hitze ist.
  • Entdeckungen in der Schwäbischen Alb. Ein Besuch im urgeschichtlichen Museum Blaubeuren, Stadtmuseum in Ulm oder im Museum der Eberhard Karls Universität in Tübingen gibt Orientierung von der Entstehung und Kulturgeschichte dieser Region.
  • Interessant ist eine Führung mit Experten vom Biosphärenreservat oder vom Geopark. Ich empfehle, auf jeden Fall eine Führung mitzumachen. Sie eröffnet ein Feuerwerk an Informationen, gibt tiefe Einblicke in Erdgeschichte und Kulturlandschaft.
  • Der Geopark Schwäbische Alb ist weltbekannt für seine Fossilienfundstellen. In den Dörfern Dotternhausen, Nusplingen, Holzmaden und Bad Boll sind Gelegenheiten zur Suche nach Fossilien. Bei Kindern ist die Begeisterung groß, wenn sie Fossilien entdecken.


Dank an Baden-Württemberg und Schwäbische Alb Tourismus für die freundliche Einladung. Mein besonderer Dank gilt Herrn Adolf Schatten für die gelungene Aufnahme des Alpenbockkäfers.

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