Stille Nacht-Heilige Nacht

Salzburgerland: Stille Nacht, heilige Nacht

Ein Lied geht um die Welt. „Stille Nacht, heilige Nacht“ kennt keine Grenzen. Der Ursprung des berühmten Weihnachtsliedes liegt in Mariapfarr im Salzburger Lungau. Den Text schrieb Joseph Mohr 1816 zunächst als Gedicht. Auf unserer Reise durch das Salzburger Lungau besuchen wir das „Stille Nacht-Museum“. Es zeigt Ausstellungsstücke und Dokumente, die an das Leben und Wirken  von Joseph Mohr in Mariapfarr erinnern. Wissenswertes und manche Überlieferung aus dieser Zeit bietet die Museumsführung..

Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariapfarr
Foto © Andreas Riedmiller Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariapfarr wird bald zu einer Basilika minor ernannt.

In Mariapfarr hat alles begonnen

Mariapfarr war die erste Dienststelle von Joseph Mohr. Dort arbeitete er als Koadjutor (Amtsgehilfe/Beistand). Zwei Jahre später kam Mohr zur Pfarrkirche St. Nikolaus in Oberndorf bei Salzburg. Am 24.12. 1818 übergab er sein Gedicht dem Organisten Franz Xaver Gruber und bat ihn, es zur Christmette zu vertonen. „Stille Nacht, heilige Nacht“ wurde am selben Abend uraufgeführt. Zahlreiche Legenden ranken sich um dieses Lied. Überliefert wurde, dass eine Maus ein Loch in den Blasebalg der Orgel genagt hatte. Da die Orgel nicht mehr gespielt werden konnte, begleitete  Joseph Mohr das Lied mit seiner Gitarre.

Originaltext „Stille Nacht, heilige Nacht“ von Joseph Mohr 

 

Pfarrer Joseph Mohr aus Mariapfarr schrieb bereits 1816 den Text zum weltbekannten Weihnachtslied.
Foto © Pfarr- und Wallfahrtsmuseum in Mariapfarr Pfarrer Joseph Mohr aus Mariapfarr schrieb bereits 1816 den Text zum weltbekannten Weihnachtslied.

Stille Nacht, heilige Nacht geht um die Welt

Es wurde als Kirchenlied geschrieben und in Organistenkreisen handschriftlich weitergeben. Zunächst verbreitete es sich im Umfeld der Wirkungsstätten von Joseph Mohr und Franz Xaver Gruber. Der Zillertaler Orgelbauer Carl Mauracher, der mit Franz Xaver Gruber befreundet war, nahm das Lied ins Zillertal mit. Von hier aus verbreiteten Zillertaler Sängerfamilien das Lied auf ihren Reisen durch Europa und bis nach Amerika. Von da an war das Weihnachtslied nicht mehr aufzuhalten. Zur Jahrhundertwende wurde „Stille Nacht, heilige Nacht“ auf allen Kontinenten gesungen.

Foto © Andreas Riedmiller

Das Lied stiftet Frieden und verbindet Menschen

UNESCO: »Das Lied thematisiert den Wunsch der Menschen nach allumfassenden Frieden. Es vermittelt ein Gefühl der Zusammengehörigkeit und fördert den zwischenmenschlichen Austausch sowie das gegenseitige Verständnis. Das Lied hat eine generationsübergreifende, verbindende Wirkung und vereint verschiedene Altersstufen, Konfessionen und Kulturen, zu deren Festkultur das Lied gleichermaßen gehört. Es wurde in etwa 300 Sprachen und Dialekte übersetzt und verbreitet die Weihnachtsbotschaft von Christi Geburt«.

„Stille Nacht, heilige Nacht“ wurde 2011 von der UNESCO in die nationale Liste des immateriellen Welt-Kulturerbes aufgenommen.

Das Lied hat Kraft. Am schönsten klingt „Stille Nacht, heilige Nacht“ in einer Christmette, wenn alle Kehlen zum Schlussakkord in der Kirche einstimmen.

Fotoimpressionen der Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariapfarr

 

Tipps für das „Stille Nacht 200“ Jubiläumsjahr

 

Dreizehn „Stille-Nacht-Orte“ und Museen sind seit langem Anziehungspunkte für Gäste, die das Salzburgerland besuchen. Zum „Stille Nacht Jubiläum 200“ im kommenden Jahr gibt es hochkarätige Ausstellungen. In Salzburg, Arnsdorf, Oberndorf, Hallein, Wagrain und Mariapfarr sind Musseen, die die verschiedenen Facetten des Liedes zeigen. In Hintersee widmet sich ein neuer Themenweg dem Lied.

Salzburger Dom

Die Salzburger Domorgel wurde vom Carl Mauracher umgebaut: Der Zillertaler Orgelbauer brachte das Lied „Stille Nacht, heilige Nacht“ in seine Heimat nach Fügen.

Stadtführungen:

In Salzburg werden kurzweilige Stadtführungen zum Jubiläumsjahr »Stille Nacht 200« angeboten. Das berühmte Salzburger Glockenspiel spielt am 24. Dezember um 7.00, 11.00 und 18.00 Uhr die Melodie von „Stille Nacht, heilige Nacht“. In den Salzburger Kirchen wird zur Christmette die Originalversion von „Stille Nacht, heilige Nacht“ gesungen.


Regensburger Domspatzen singen „Heilige Nacht, stille Nacht“.

 



Salzburgerland Lungau Tourismus hat mich eingeladen für diese Recherchereise. Vielen Dank hierfür.

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