Soll der Ammerwald dritter bayerischer Nationalpark werden?

Allgäu: Ammerwald – Wildnis oder Forstwirtschaft?

In ARTE wurde am Montag den 5.9.2016, die Sendung “Xenius: Forstwirtschaft” ausgestrahlt. Der Fernsehbeitrag befasste sich vor allem mit der Beziehung von Forstwirtschaft und einem Nationalpark im Ammergebirge. Dr. Hans Ehrhardt und der 1. Vorstand des Fördervereins Nationalpark Ammergebirge Hubert Endhardt informierten im Gespräch mit den Moderatoren Caro Matzko und Gunnar Mergner über Begründung und Ziele zur Verwirklichung eines dritten bayerischen Nationalparks im Ammergebirge.

Naturparkregion Ammerwald

Brauchen wir neue Wildnisgebiete in Europa?

Im Friedergries, im bayerischen Ammergebirge, ragen Hunderte tote Bäume aus einem Kiesbett in den Himmel ein riesiger Baumfriedhof? Für Hubert Endhardt und Hans Ehrhardt sind diese Bäume nicht tot. Sie sind Lebensgrundlage für viele vom Aussterben bedrohte Arten. “Xenius” fragt: Brauchen wir wirklich neue Wildnisgebiete in Europa, und kommt der Urwald zurück?

Die Bundesministerin für Umwelt und Naturschutz fordert mehr biologische Vielfalt. Die Bedeutung von Wildnis für den Naturschutz ist in der „Naturschutzoffensive 2020“ der Bundesumweltministerin vom Oktober 2015 dokumentiert.

Artenvielfalt im ursprünglich erhaltenen Bergwald

Das Friedergries im bayerischen Ammergebirge ist eine ungewöhnliche, etwas unheimliche Landschaft: Hunderte tote Bäume ragen aus einem Kiesbett in den Himmel – ein riesiger Baumfriedhof. Doch für Hubert Endhardt und Hans Ehrhardt sind diese Bäume nicht tot. Sie nennen sie “Biotopholz”, denn tote Bäume, das haben auch Wissenschaftler festgestellt, sind Lebensgrundlage für viele vom Aussterben bedrohte Arten. Nur in unbewirtschafteten Wildnisgebieten wie dem Friedergries kommen sie in ausreichender Menge vor.
Deshalb fordern Hubert Endhardt und Hans Ehrhardt die Einrichtung eines Nationalparks, in dem das Fällen von Bäumen in weiten Teilen verboten wäre. Auch die deutsche Bundesregierung will mehr Wildnisgebiete einrichten. Doch viele Forstwirte sind dagegen: Die Stilllegung größerer Waldgebiete würde nicht nur die angespannte Lage auf dem Holzmarkt weiter verschärfen, sondern auch das Erreichen der klimapolitischen Ziele Deutschlands und der EU verhindern.
Die “Xenius”-Moderatoren Carolin Matzko und Gunnar Mergner gingen durch den Zauberwald im Friedergries  und versuchten herauszufinden: Brauchen wir wirklich neue Wildnisgebiete in Europa, und kommt der Urwald zurück?

Antworten auf wichtige Fragen im Zusammenhang mit der Festlegung eines 3. Nationalparks in Bayern.

Die beiden bestehenden Nationalparke in Bayern ziehen jährlich über 3 Millionen Besucher an. Dies bringt den Regionen Bayerischer Wald und Nationalpark Berchtesgaden eine Wertschöpfung von über 68 Millionen Euro pro Jahr, welche vor Ort als Einnahme verbleibt. (Quelle: Bay. Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz).

Kontakt:

Hubert Endhardt
Förderverein Nationalpark Ammergebirge
Hintere Schöne 12
87669 Rieden a.F.

h.endhardt@t-online.de



 

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