Kärnten - Infinitypool Alpinhotel GErlitzen

Gerlitzen: Sonne, Schnee und Topfenstrudel – Alpinhotel Pacheiner

Eisiger Wind pfeift über den Gipfel. Pulverschnee überzuckerte in der letzten Nacht die Berghänge. Die Skipisten der Gerlitzen sind frisch präpariert. Ein Traum für jeden Skifahrer. Franz Pacheiner nimmt uns vor dem Frühstück mit auf unberührte Skihänge. Bevor die anderen Skifahrer da sind, genießen wir als Gäste das Privileg »direkt vom Bett auf die Skipiste« und danach geht es in den Infinitypool.

Fotoimpressionen – Bergpanorama und Alpinhotel Pacheiner

 

Im »Flow« über weiße Hänge brettern

Die Abfahrt vom Gerlitzengipfel nach Klösterle ist ein Genuss. Mit Carvingskiern gleite ich wie auf Schienen von einer Schleife zur nächsten. Lege mich in die Kurven wie ein Motorradfahrer. Mal sind es weite Schwünge, mal kleine, mal fahre ich im anspruchsvollen Steilgelände oder etwas lässiger im flachen Gelände, wie es meine Kondition erlaubt. Mir hüpft das Herz im Leib, ich bin bei mir und im Flow. Am »Großglocknerblick« bleiben wir für eine kurze Verschnaufpause stehen. Im Gipfelmeer, 80 Kilometer entfernt, überragt ein Berg alle anderen. »Dort steht der Großglockner», erklärt Franz Pacheiner und zeigt mit dem Stock in diese Richtung.

Unten pfeift der Buchfink, oben der Wind

»Frühling ist die schönste Zeit auf der Gerlitzen. Der 1900 Meter hohe Berg trägt bis in den Mai eine weiße Haube. Von der Morgendämmerung bis zum Abend wird die Gerlitzen von der Sonne bestrahlt. Gegen Mittag »firnt« die Piste auf. Das ist ideal für eine Abfahrt mit Genuss. Kärnten liegt auf der Alpensüdseite. Im 1500 Meter tiefer gelegenen Villach ist bereits südliches Flair eingezogen. Warme Luftströmungen lassen in Talnähe mildes Klima aufkommen. Bäume grünen, Sträucher blühen und Cafés laden Gäste zum Verweilen ein.

Sonne, Schnee und Swimmingpool

Während wir die Pisten der Gerlitzen auf und ab rauschen, unternehmen die anderen aus unserer Reisegruppe eine beschauliche Schneeschuhwanderung. Das heitere Sonnenlicht am Tag, der frische Wind, die klare Bergluft und das weite Bergpanorama stimulieren alle Sinne und lenken uns ab vom hektischen Alltag.

Im behaglichen Ambiente des Hotels fällt es nicht schwer, Wohlbefinden und Geborgenheit zu spüren. Bei einer Tasse Kaffee und einem hausgemachten Topfenstrudel tauschen wir auf der Sonnenterrasse unsere Erlebnisse aus. Später entspannen wir uns im warmen Wasser des Infinitypools und lassen den sportlichen Tag allmächlich ausklingen.

Vom Steigfell zur Gondelbahn

Heute ist es hier oben komfortabel, dies war früher anders. Ende des 19. Jahrhunderts kannten nur Eingeweihte die Tiefschneehänge der Gerlitzen. Sie schnallten damals Seehundsfelle unter die Ski und machten Skitouren auf den Gipfel. Später transportierten Sessellifte mehr Gäste herauf. In den frühen 30er Jahren baute Franz Pacheiner Senior eine Bergstraße und danach die Gerlitzenhütte.

Familiensaga

Eine lange Geschichte begleitet Familie Pacheiner von der einstigen Gerlitzenhütte bis zur Entstehung des heutigen, modernen 4-Sterne Alpinhotels. Die einzelnen Bauetappen sind erkennbar. In naher Zukunft sind neue Gästezimmer geplant, diesmal in den Berghang gebaut, etwas unterhalb des bestehenden Gebäudes. So entwickelt sich die Familiengeschichte Pacheiner weiter.

Mit dem neuen 4-Sterne Alpinhotel haben sich Franz und Petra einen Wunschtraum erfüllt. In der exponierten Lage am Gipfel der Gerlitzen, wäre ein Hotel ohne eigenes Wasser schwer realisierbar. Vor dem Umbau war es erforderlich, eine neue Quelle zu finden. Mittlerweile versorgen drei hauseigene Quellen das Hotel mit frischem Trinkwasser, mit Brauchwasser und mit reinem Bergquellwasser für den Pool.

Bergpanorama im Zimmer

Die Hotelzimmer sind so konzipiert, dass sie mit dem umliegenden Bergpanorama korrespondieren. Der Panoramablick reicht im Norden bis zu den Gurktaler Alpen mit den Nockbergen, im Südosten von den Karawanken über das Dobratsch Naturschutzgebiet bis zum Triglav (2864 Meter) in den Julischen Alpen. Im Süden ist der Mangart (2679 Meter) auf italienischer Seite zu sehen. Dazwischen liegen unzählige Täler und Berggipfel, die erst im Streiflicht ihre Konturen in vielen Grautönen und Schattierungen zeigen.

Die moderne Inneneinrichtung des Hotels besteht hauptsächlich aus hellem, duftendem Lärchenholz, aus Schiefergestein und Stahl. Franz Pacheiner ließ in den Hotelzimmern große Fenster vom Boden bis zur Decke einbauen. Franz: «Wir wünschen uns, dass der Gast nach draußen sieht. Weder Wand oder Vorhang engen die freie Sicht auf die umliegende Bergwelt ein. Die ersten Sonnenstrahlen berühren den Gast und wenn die Bergbahnen um 16, 30 Uhr schließen, herrscht hier vollkommene Ruhe«.

Gerlitzen – Sternwarte im Alpinhotel Pacheiner

 

GErlitzen - Sternwarte im Alpinhotel Pacheine
Foto © Andreas Riedmiller Gerlitzen – Sternwarte im Alpinhotel Pacheiner

Astronomie, Faszination und Glücksgefühle

Wolkenlose Nächte sind die richtige Zeit für einen Besuch der hoteleigenen Sternwarte. Hier begegnen dem Gast Sternenbilder, Galaxien und Weltraumereignisse, die Lichtjahre entfernt sind. Mit einem Hochleistungsobjektiv, das Planetenbewegungen folgen kann, erscheinen Krater, Gebirgsstrukturen und stille Weiten des Mondes zum Greifen nahe.

Faszinierender Film

Die Bewölkung des Himmels verhindert für uns den direkten Blick ins Weltall. Deswegen zeigt uns Hans Koechl einen Film. Wir sind beeindruckt von emotionalen Bildern der Planeten, der Milchstraße und unendlich weiten Galaxien. Wir können nur ahnen, welche Dimensionen der Kosmos hat. Die Faszination des Weltalls lässt Astronom und Fotograf Hans Koechl aus dem nahegelegenen Villach bis heute nicht mehr los. Die moderne Sternwarte ist seit 2012 fertiggestellt. Seither betreuen Hans Koechl und Franz Pacheiner die hoteleigene Beobachtungsstation im Team. Führungen und Vorträge veranstaltet Hans Koechl.

Fazit:

Kaum ein Besucher verlässt die Sternwarte ohne neue Erkenntnis. Eine bisher unbekannte Perspektive auf unsere verletzliche Erde, auf das eigene, unwichtige Dasein ist heilsam und lehrreich. Hans Koechl: »Der direkte Blick in das Weltall hinaus bietet dem Gast unvergessliche Glücksgefühle.“

Die Gerlitzen ist ein Skiberg mit leichten und schwierigeren Hängen für Genussskifahrer und Könner. Das besondere des Alpinhotels Pacheiner sind die sympathischen Gastgeber, der Infinitypool und die hoteleigene Sternwarte. Ich habe mich dort wohl gefühlt und musste mich nach dem Besuch der Sternwarte erst wieder »erden«.

Dobratsch – Nachtwanderung zum Hundsmarhof

 

Kärnten - Laternenwanderung zum Hundsmarhof im Dobratschgebiet.
Foto © Andreas riedmiller Kärnten – Laternenwanderung zum Hundsmarhof im Dobratschgebiet.
Kärnten - Laternenwanderung zum Hundsmarhof im Dobratschgebiet.
Foto © Andreas Riedmiller Kärnten – Laternenwanderung zum Hundsmarhof im Dobratschgebiet.
Nachtwanderung im Naturschutzpark Dobratsch
Foto © Andreas Riedmiller Nachtwanderung im Naturschutzpark Dobratsch
Kärnten - Hundsmarhof im Naturschutzpark Dobratsch
Foto © Andreas Riedmiller Kärnten – Hundsmarhof im Naturschutzpark Dobratsch. Der Berg dahinter ist die Gerlitzen mit dem beleuchteten Alpinhotel Pacheiner.

Anreise:

Der Gast kann mit dem Auto von Villach kommend über die steilen Serpentinen der engen Bergstraße von Klösterle zur Gerlitzen aus hochfahren. Das Schild mit Schneekettensymbol sollte im Winter jeder Fahrer ernst nehmen. Die Bergstraße führt über 1000 Höhenmeter hoch bis über die Baumgrenze hinaus. Dort kann die Schneelage extrem sein. Besser ist allerdings, das Auto im Tal stehen zu lassen. Es gibt einen Abholservice.

Mein Tipp:

Mit dem Zug sind wir ohne Umstieg von München via Salzburg nach Villach gefahren. Die Fahrt dauerte fünf Stunden. Die Reise  war bequem und bot unterwegs schöne Aussichten auf verschneite Dörfer, Berge und andere Skigebiete. Dies stimmte uns ein auf ein genussvolles Skiwochenende. In Villach holte uns das Hoteltaxi ab und brachte uns zuerst nach Klösterle zum Skiverleih. Mit dem Taxi ging es weiter die Bergstraße hoch zum Alpinhotel Pacheiner auf der Gerlitzen.


Vater von Paracelsus zog mit seinem Sohn 1502 nach Villach in Kärnten, wo er eine stadt- und werksärztliche Praxis aufbaute und führte. Durch seinen Vater erhielt Paracelsus erste Einblicke in Medizin, Bergbau und Scheidekunst.
Paracelsus lebte in Villach.

 


Danke an Feuer & Flamme, sowie Kärnten Werbung für die freundliche Einladung.

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