Landartkünstler Günter Rauch - Ausstellung in Burg Dschungels im Vinschgau.

Vinschgau: Tschenglsburg – Guenter Rauch Künstler

Schloss Tschengls im Obervinschgau, von den Einheimischen nach einem der Vorbesitzer, Graf Fuchs von Fuchsberg, kurz „Fuchsburg“ genannt,  thront oberhalb des gleichnamigen Dorfes. Diese Burg sieht von außen aus wie eine verlassene Ruine. Schwere Eisenverbindungen, die sich quer durchs Gemäuer ziehen, geben der maroden, zehn Meter hohen Ringmauer Halt. Der schöne Innenhof überrascht mit einem kleinen Gasthaus. Karl Perfler ist hier der Gastwirt. Sein Werbeslogan „wir bieten nichts – und haben alles!“  ist so erfolgreich, dass sein Haus fast immer ausgebucht ist.

Burg Tschengls

Schön sind die Räume. Grober Naturstein vom nahegelegenen Bachbett und rohes Holz aus dem Bergwald prägen das mittelalterliche Ambiente.  Lange, schwere Holztische mit purpurnen Tischdecken laden zum feinen Tafeln ein. Eine Bar zum Drink. Durch das winzige Burgfenster dringt gedämpftes Licht von außen herein. Karl Perfler hält die Türen des Dorfgasthauses offen für alle. Er ist Zuhörer und Gesprächspartner, sowohl für Einheimische als auch für Gäste.

Vorerst sind die Tische mit Guenter  Rauch´s Kunstwerken, Radierungen und Zeichnungen von Berg- und Felslandschaften besetzt. Bis zum Abend haben sie ihren Platz an der Wand gefunden, damit sie gut auf die Besucher wirken können.

Guenter Rauch konnte Karl Perfler als Laudator gewinnen. Während der Eröffnungsrede spricht Karl von Träumen und Visionen. Die Menschen brauchen positive Gedanken. Seine Philosophie zeugt von großer Ehrfurcht vor der Schöpfung. Er habe viel gelernt von alten Dorfbewohnern, die sein Gasthaus besuchten und ihr reiches Wissen mitteilten. Von der Vinschgauer Landschaft, von alten Traditionen, wie damals Heimat war und welches Gefühl darin wohnte. Die vielen Besucher der Vernissage hörten Karl Perfler gebannt zu.

Begleitet wird die abendliche Vernissage von wunderbaren Klängen. Es spielten Peter Stannecker am Saxophon, Georg Hörmann Cello und Daniel Rauch Gitarre.

In diesem Sinne wird auch die „PORTA AlPINAE e TERRA“ von Guenter Rauch und seinen Helfern gebaut. Sie soll am Larchegg ein Symbol darstellen, soll einen Aufbruch markieren, sowie eine Tür für eine neue Zukunft öffnen. Davon berichte ich in ein paar Wochen, wenn der zweite Teil der Porta fertiggestellt ist.

Südtirol Reisetipp:

Die Ausstellung mit Werken von Guenter Rauch kann täglich ab 11 Uhr in der Tschenglsburg besichtigt werden. Die „PORTA ALPINAE e TERRA“ ist nach einem kurzem Spaziergang durch herrliche Bergterrassenlandschaft erreichbar. Im Frühjahr, zur Zeit der Aprikosen – und Apfelblüte ist es hier besonders schön. Karl Perfler, diplomierter Wander- und Kulturführer, zeigt Ihnen auf Wunsch die Besonderheiten dieser Landschaft.


Pfingstrosenblüte in Tschengls

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