Natur erleben im Nationalpark Hainich

Thüringen: Hainich – Urwald mitten in Deutschland

„Natur Natur sein lassen“, ist Leitbild im Nationalpark Hainich, der zum UNESCO Weltnaturerbe zählt. Schon früher haben Landwirte den Hainich in Thüringen schonend genutzt. Aus dem ehemaligen Bauernwald haben sie nur wenige, einzelne, erntereife Bäume entnommen. In der entstehenden Waldlücke kam Sonnenlicht auf den Waldboden und Baumkeimlinge hatten nun die Chance zu wachsen. So entstand ohne Zutun des Menschen ein natürlicher Wald mit vielerlei Baumarten, die heute in allen Alterstufen das Waldbild prägen und der sich selbstständig regeneriert. Diese Waldform nennt man Plenterwald. So ein Plenterwald ist idealer Lebensraum für Flora und Fauna. Entdecken Sie im Nationalpark Hainich die scheue Europäische Wildkatze. Haben Sie schon mal eine Nachtigall oder einen Pirol singen gehört?

Sperrgebiet

Nach dem Krieg wurde das Gebiet des Hanich Panzerübungsgelände und Sperrgebiet, das bis ins Jahr 1993 niemand betreten durfte. So konnten sich weite Areale im Wald ungestört vom Menschen entwickeln.

Die Natur, Natur sein lassen, ist die Devise eines Nationalparks. Ohne menschlichen Eingriff, soll sich die Natur entfalten können. Die Rotbuche, Fagus sylvatica ist die vorherrschende Baumart im Nationalpark Hainich. Durch Naturverjüngung regeneriert sich dieser Buchenwald im Nationalpark ohne menschliches zutun von selbst. Der Deutsche Nationalpark Hainich wurde 2011 unter Schutz gestellt. Die UNESCO nahm den Hainichwald, wegen der großen zusammenhängenden Buchenbestände, als drittes, deutsches Schutzgebiet, in die Liste der schützenwerten Weltnaturgebiete auf.
Die Natur, Natur sein lassen, ist die Devise eines Nationalparks. Ohne menschlichen Eingriff, soll sich die Natur entfalten können. Die Rotbuche, Fagus sylvatica ist die vorherrschende Baumart im Nationalpark Hainich. Durch Naturverjüngung regeneriert sich dieser Buchenwald im Nationalpark ohne menschliches zutun von selbst. Der Deutsche Nationalpark Hainich wurde 2011 unter Schutz gestellt. Die UNESCO nahm den Hainichwald, wegen der großen zusammenhängenden Buchenbestände, als drittes, deutsches Schutzgebiet, in die Liste der schützenwerten Weltnaturgebiete auf.

Es war ein Glück für den Hainich, dass bald nach der Wiedervereinigung der Wert dieses Waldgebietes erkannt wurde. Wegen der großen zusammenhängenden Buchenbestände und des ökologischen Reichtums wurde der Hainichwald am 31.12.1997 zum Nationalpark erklärt und für die Zukunft unter strengen Schutz gestellt. In der 7500 Hektar großen Nationalparkzone hat seither die Natur Vorrang vor dem Menschen. „Die Natur Natur sein lassen“, wurde zum Leitbild.

Jahreszeiten verwandeln den Wald.

Der Hainich bietet immer wieder neue, visuelle Anreize für den Betrachter. Im Vorfrühling kommen noch alle Sonnenstrahlen auf den Waldboden. Die Wärme der Sonnenstrahlen treiben Frühlingsblüher wie den Lerchensporn, das Buschwindröschen oder den Märzenbecher zur vollen Blüte an. Anfang Mai rollen sich die jungen Buchenblätter aus den aufgeblähten Knospen. Sie sind noch fein behaart, sehr zart und  frostempfindlich. Wenn sie sich  vollständig entfaltet haben, richten sie ihre Blattfläche nach dem Sonnenstand aus.

Duftende Bärlauchzeit

Im späteren Frühling steht der Bärlauch zwischen den mächtigen, grauen Stämmen der Buchen. Die ausströmenden ätherischen Öle des Bärlauchs, beduften den Wald mit feinem Knoblaucharoma. Wer vom Waldrand kommend in den Wald hinein wandert, der kann den melodischen Klang des Pirols, den Ruf des Kuckucks  oder auch das Klopfen der Spechte hören. Im Hochsommer, wenn das Blattwerk voll ausgebildet ist, fällt nur noch 2 Prozent Sonnenlicht auf den Waldboden. Die Geräusche werden weniger und der Wanderer spürt die kühle Frische. Gelegentlich trifft man im Wald auf steinerne Sühnekreuze, die ihre eigene Geschichte lieber stumm für sich behalten.

„Indiensummer“ 

Im Herbst leuchten die Blätter der Buchen erst lichtgrün, dann in Gelbtönungen und zuletzt werden die ledrig gewordenen Buchenblätter rötlich-braun. Es bildet sich am Ansatz des Blattstiels eine dünne Korkschicht, die das Blatt vom Zweig abschnürt. Es fällt beim leichtesten Windhauch zu Boden und verrottet. Auch die vom Sturm umgestürzten Baumriesen werden im Laufe der Zeit von Legionen von Käfern und Mikroorganismen zu Staub verarbeitet. So wird die Biomasse der einst lebenden Bäume von Ihnen und durch die zersetzende Kraft von Pilzen, vollständig recycelt und dem Kreislauf der Natur wieder zurückgeführt. Gäbe es die bodenzersetzenden Mikroorganismen und Kleinstlebewesen nicht, würde sich im Laufe der Jahre das Laub der Bäume über mehrere Meter hoch im Wald auftürmen. Das feuchte Moos auf dem Waldboden und das verrottende Laub riechen erdig wie Trüffelpilze. Im nebligen Herbst ist der Hainichwald ein mystisches Naturerlebnis. Schemenhaft recken sich ausgewaschene Baumwurzeln in die Höhe. Der Nebel schluckt beinah alle Geräusche. Außer dem Knacken der dürren Zweige unter den Schuhsohlen oder das vereinzelnde knarren der Äste in den Baumkronen ist wenig zu hören. Wer mit einem Nationalparkranger auf Wandertour geht, sieht mehr. Vielleicht Wildschweine, die gerade auf Bucheckernsuche sind, kleine Nagetiere die über den Waldboden huschen oder Waschbären, die aus Astlöchern äugen.

Wer wenig Zeit hat den Nationalpark Hainich zu Fuss zu erkunden, der kann über den Baumkronenpfad laufen und sich von dort aus einen Überblick verschaffen oder in der Nationalparkinformation in Thiemsburg viele Geheimnisse des Hainich multimdedial erleben.

UNESCO Weltnaturerbe:

Im Jahre 2011 bekam der Nationalpark Hainich von der UNESCO das Prädikat „Weltnaturerbe“ verliehen. So hat diese Region neben der nahegelegenen Wartburg gleich zwei Welterbestätten. Dies bringt nicht nur dem Nationalpark Hainich sondern auch der näheren Umgebung einen Aufschwung. Einst abgelegene Dörfer bekommen so eine Chance für Einkommensmöglichkeiten und Entwicklung aus dem Tourismus.

Hand in Hand

Die Region um den Hainich macht vor, wie durch geschickte Planung und Rücksichtnahme, Naturschutz und sanfte touristische Nutzung, Hand in Hand gehen können. Es gibt im Nationalpark und in den umliegenden kleinen Dörfern, ein hervorragendes, touristisches Angebot. Die Hainichregion, gelegen im Thüringer Wald, ist geradezu ideal für junge Familie, für Wanderer, für Radfahrer und Naturfreunde. Es gibt ein umfangreiches Angebot an geführten Touren, die es Ihnen leicht ermöglichen tiefer in die Geheimisse des Nationalpaks einzudringen. Für Kinder ist der Hainichwald ein Erlebnis, sie werden dabei spielerisch, ohne erhobenen Zeigefinger an die Natur herangeführt. Der Alltagstress bleibt Zuhause und Sie können die Kinder gern mal unbeaufsichtigt in der Landschaft herumtollen lassen. So kann Urlaub auch sein.  Auch das „Wildkatzendorf“ Hütscheroda am Rande des Nationalpark Hainich ist einen Besuch wert. Hier kann der Gast sich informieren und die in freier Natur sehr scheuen Wildkatzen in einem Schaugehege beobachten.

Faktencheck:

  • Größe des Nationalpark Hainich: 7500 Hektar eingebettet in einem Laubwaldgebiet von insgesamt 16000 Hektar.
  • Nationalpark seit 31.12.1997
  • UNESCO Weltnaturerbe seit 25.11. 2011
  • Die Wildkatze ist wieder heimisch geworden
  • Baumarten: Stieleiche, Traubeneiche, Elsbeere, Rotbuche, Linde, Esche, Hainbuche, Bergahorn, Spitzahorn, Feldahorn…
  • Pflanzenarten: Bärlauch, Buschwindröschen, Primel, Märzenbecher…
  • Vogelarten: Pirol, Bussard, Roter Milan, Nachtigall, viele Spechtarten, Baumfalke, Schwarzstorch, Raubwürger, Braunkehlchen, Schwarzkehlchen…
  • Säugetiere: Wildschwein, Rothirsch, Europäische Wildkatze, Reh, Waschbär, Dachs, Baummarder, Fledermausarten…
  • Insekten und Schmetterlinge: Hirschkäfer, Großer Eisvogel, Schillerfalter, Hylas-Bläuling…
  • Amphibien: Laubfrosch, Gelbbauchunke, Kreuzkröte, Feuersalamander…
  • Größter Baum im Hainich ist eine Esche mit 47 Metern Höhe, Umfang ca.

Mein Tipp:

Exkursionen in die Wildnis des Nationalparks Hainich mit den Diplom Biologen Juliane Balmer & Joachim Blank: Natur erleben, Natur erfahren, Faszination Natur und Vogelstimmenwanderung im Nationalpark Hainich mit den Diplom Biologen Juliane Balmer & Joachim Blank.



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