Haidl Madl in Marshäuser - Bischofsreut

Bayern: Bayerischer Wald – Haidl Madl

Ingrid Haidl-Madl und ihr Mann Lothar haben den elterlichen Hof behutsam umgestaltet und drei moderne Ferienwohnungen eingebaut. Ingrid ist hier aufgewachsen. Sie hat eine enge Beziehung zur Heimat und zur umliegenden Naturlandschaft. Im Jahre 2006 verwirklichte sie mit diesem Umbau ihren Lebenstraum und schaffte eine heimelige Oase für sich und ihre Gäste.

Die umliegende Landschaft grenzt an den Nationalpark Sumava auf der tschechischen Seite. Gleich unterhalb des Ferienhofs führt eine alte Steinbrücke über den Grenzbach. Den »Eisernen Vorhang« gibt es nicht mehr, die alten rostroten Schranken sind auf Dauer geöffnet. Welch ein Gewinn für die Menschen in Europa, jeder kann heute die Grenze frei passieren. Als ich vorbeikomme, treffe ich auf eine Jugendgruppe, die vom Dreisessel zurückkommt. Vier Stunden Fußweg sind es vom Gipfel bis hierher.

Bayerischer Wald um Waldhäuser mit Dreisessel.
Foto © Andreas Riedmiller Bayerischer Wald um Marchhäuser mit Blick auf Wald- und Wiesenlandschaft in Richtung Philippsreut.

Vom Gewitter überrascht

Von der Grenze aus führt ein Hohlweg hinauf in den Urwald des Nationalparks Sumava. Auf einmal bricht ein Gewitter los. Urgewalten, Blitz und Donner ziehen plötzlich herein. Ich lehne mich an die Riesenwurzel einer alten Fichte und warte ab. Nach einer Weile suche ich Unterstand an einem nahegelegenen Bauernstadel. Ein paar Nachbarn sind ebenfalls vom Gewitter überrascht worden und suchen hier Schutz vor dem Regen. Nur die Kinder rennen mit Gummistiefeln herum, kichern und lachen. Der Himmel öffnet die Schleusen. Regenschauer prasseln herab. Dachrinnen laufen über, Wasser strömt die Straße herunter. Nach einer Stunde ist dieser Spuk vorbei.

Der
Foto © Andreas Riedmiller Der „Pfad der Artenvielfalt“ geht von Bischofsreut über Marchhäuser nach Haidmühle.

Auf dem Pfad der Artenvielfalt

Es ist Spätnachmittag geworden und ich ändere meinen Plan. Statt einer Radrunde auf tschechischer Seite, wähle ich den »Steig der Artenvielfalt«. Nasse Gräser neigen sich über den Pfad, blaue Glockenblumen lassen ihre Köpfe hängen. Warmer Regen über grüner Waldlandschaft erzeugt aromareiche Luft. Feuchte Moose, Blumen und Heuwiesen duften intensiver als sonst.

Die Sonne kommt zurück. Neben dem Steig sind Ausblicke auf Waldinseln und Auenlandschaften. Bald bin ich in Auersbachsreut angekommen und biege Richtung Bischofsreut ab. Von der Höhe aus sehe ich über die Landschaft. Sanfte, bewaldete Hügel reihen sich hinter- und übereinander. Ein Regenbogen spannt sich über dampfende Wälder, Moore und Wiesenauen. Die Natur zieht heute alle Register. Meine  Augen schweifen am Horizont entlang, vom Nationalpark Sumava bis zum Dreisessel im Osten. Er ist mit 1333 Meter die höchste Erhebung und liegt genau im Dreiländereck zwischen Tschechien, Deutschland und Österreich.

Rehe kommen aus der Deckung des Waldes und zeigen sich im Abendlicht. Nie habe ich so viele Feldhasen gesehen. Sie hoppeln gemächlich auf der regennassen Straße, bevor sie mich entdecken. Woanders, in flurbereinigter Agrarlandschaft, gelten Hasen längst als ausgerottet. Hier haben sie noch ihren Lebensraum und zeigen wenig Scheu. Unten im Grenzbach soll es Fischotter geben, wie ich auf Infotafeln lesen kann.

Ich radle vorbei an unterschiedlichen Landschaftstypen. An einem Feuchtgebiet mache ich einen kurzen Stopp und sehe genauer hin, welche Pflanzen gedeihen. Ich entdecke die Wald-Simse, die Blutwurz, Moosbeeren, das Wollgras und Torfmoose. Daneben stehen Knabenkräuter, der Sumpf-Pippau, der Wald-Schachtelhalm sowie der rundblättrige Sonnentau.

Bischofsreuter Kulturlandschaft

Abends bin ich in Bischofsreut angekommen. Gerade stehen Frauen des Kirchenchors vor dem Portal von St. Valentin und ich erkundige mich nach dem Kulturlandschaftsmuseum: »Das ist kein Gebäude, sondern die Umgebung zählt als Kulturlandschaftsmuseum«, werde ich informiert. »Aha, jetzt verstehe ich – die wunderbare Kulturlandschaft rund um Bischofsreut gilt als Museum. Alles ist echt und lebendig.« Auf Tafeln ist zu lesen, wie die Bischofsreuter »Waldhufen« entstanden sind. Zwischen Bischofsreut und Haidmühle gibt es den Flursteig, den Triftsteig und den Steig der Artenvielfalt. Später soll im ehemaligen Schulhaus das stationäre Kulturlandschaftsmuseum eingerichtet werden.

Als die Säumer auf dem »Goldenen Steig« Salz von Bad Reichenhall nach Böhmen transportierten, war hier dichter Urwald. Erst Anfang des 18. Jahrhunderts wurde gerodet und das Land urbar gemacht. Generationen von Bauern haben der Wildnis diese Kulturlandschaft abgetrotzt. Sie mussten Bäume fällen und Steine von den Äckern auflesen, bevor sie die den kargen Boden mit Korn und Kartoffeln bestellen konnten. Diese Landschaft ist Kulturerbe der Region und bis heute ständiger Veränderung unterworfen.

Alte Gebrauchsgegenstände erzählen, wie die Arbeit am Hof verrichtet wurde.
Foto © Andreas Riedmiller Alte Gebrauchsgegenstände erzählen, wie die Arbeit am Hof verrichtet wurde.

Reise in die Vergangenheit

Ingrid Haidl-Madl zeigt mir ihren Hof. Wir gehen nur wenige Schritte in den Schopf des 300 Jahre alten Gebäudes. Aus erster Hand höre ich die Geschichte des Hofes. Mit Muskelkraft haben Vorfahren zentnerschwere Granitsteine der Umgebung präzise zu Grundmauern und Kellergewölbe aufgeschichtet. Ich sehe und lerne, wie wichtig ein gutes Fundament ist. Gebrauchsgegenstände erzählen, wie die Arbeit am Hof verrichtet wurde. Den Schlachttisch gibt es noch. Darauf die Schüssel, in der Blutwurst gerührt wurde. Im Regal stehen »irdene« Töpfe für ausgelassenes Schweinefett. In der »Haarstubn« wurde Flachs gebrochen, gehechelt und zu Fäden gesponnen, daraus Leinenstoffe gewoben und vor dem Hof zum Bleichen ausgelegt. Die Gerätschaften sind noch alle vorhanden und zeigen teils filigrane, liebevoll gestaltete Malereien.

Vom Leben auf dem Lande

Nebenan in der Scheune richtet Ingrid einen komfortablen Hühnerstall ein. Noch ist er  leer, denn Ingrid ist noch auf der Suche nach den passenden Hühnern. Hier am Waldrand haben nicht nur Fuchs, Marder und Dachs Lust auf Hühnerfleisch. Habicht und Sperber lauern aus der Luft auf diese Leckerbissen. Deswegen wird der Hühnerstall mit Maschendraht zum »Sicherheitstrakt« ausgebaut.

Wiesenwanderung

Hund »Laica« und Katze »Schnitte« folgen uns auf dem Wiesenweg in die Umgebung. Gräser wiegen sich im Wind. Jetzt im Frühsommer blühen Kuckuckslichtnelke, Zittergras, Wicke, Schafgarbe, Teufelskralle, Zitronenthymian, Ehrenpreis, Stiefmütterchen, Johanniskraut, Arnika und viele andere. Gemäht wird mit dem Balkenmäher erst nach der Samenreife. Dies sichert auch im Folgejahr eine reiche Blütenpracht. Eine schonende Bewirtschaftung der artenreichen Mager- und Trockenwiesen liegt Ingrid am Herzen: »Man muss sich um den Hof, das Land und das Quellwasser kümmern!«.

Die Kraft der Stille

Ich liege unter dem Apfelbaum, genieße die himmlische Ruhe und den Frieden, der über der Landschaft liegt. Sonnenstrahlen blinzeln durch das Blätterdach. Der Wind weht Mittagsläuten herüber, in der Ferne höre ich einen Hahn krähen, sonst herrscht Ruhe und Stille. Ingrid bringt Holundersirup und Quellwasser. Köstlich. So kann ich es aushalten, geht es mir durch den Kopf. Das ist echter Luxus und reinste Erholung.

Völlig entspannt lasse ich mich an diesem Nachmittag treiben. Ich will erfahren, wie sich »Stille« anfühlt und was mit mir dabei passiert. Ich suche einen Platz, wo ich bequem liege, wo mich keine Ameisen und Mücken ärgern können. Und ich brauche Zeit. Es dauert eine Weile, bis Alltagsgedanken aus dem Kopf verflogen sind. Dann schalte ich um auf Empfang, konzentriere meine Aufmerksamkeit auf die Umgebung. Auf Pflanzen, Bäume und Düfte, auf Tiere, die vorbeiziehen. Lasse Gedanken kommen und gehen. Es ist jedes mal interessant, was passiert. Manchmal kommt es vor, dass ich eintauche und mit der Umgebung verschmelze. Ich spüre, dass ich Teil der Natur bin. Das ist Flow, der mich glücklich stimmt und für den Alltag stärkt.

Stille ist in unserer Welt immer seltener zu finden. Ich habe erfahren, welch entspannende Wirkung Ruhe auf den menschlichen Organismus hat. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Anspannung und Bluthochdruck sinken. In der Stille findet man zu Emotionen und zu positiven Erinnerungen zurück. Stille löst Blockaden und bringt neue Gedanken. Sie ist eine Quelle der Inspiration und fördert die Kreativität, wirkt erfrischend auf Körper und Geist. Das sind genügend Gründe, um die Kraft der Stille zu suchen. Damit kann man wesentliche Dinge des Lebens besser sehen und erkennen. Wer sich öffnet und bereit ist sich darauf einzulassen, kann neue Erlebnisse mitnehmen. Die meditative Wald- und Wiesenlandschaft rund um Marchhäuser lädt dazu ein, solche Erfahrungen zu machen.

Haidl-Madl Hof mit modernen Ferienwohnungen
Foto © Andreas Riedmiller Haidl-Madl Hof mit modernen Ferienwohnungen

Ehre das Alte und schätze das Neue

Das Einfache ist ihr wertvoll, weil es zeitlose Eleganz und Schönheit verkörpert. Wichtig für sie ist, die Geschichte des alten Hofes nicht zu verdrängen, sondern mit Modernem zu verbinden. Ingrid ließ sich bei der Auswahl der Materialien von der Natur inspirieren. Heimische Hölzer wie Tanne, Fichte, Kiefer und Lärche wurden für Holzdielen verwendet. Die Wände hat Ingrid selbst mit Kalkputz und Kalkfarbe gestrichen.

Der Kachelofen von früher steht noch in der Ecke. Der Blick auf altes Gemäuer und Türstöcke wurde gekonnt integriert. Diese erzählen dezent die Geschichte vom Hof und bilden einen gelungenen Kontrast zur modernen Einrichtung. Zum Umbau wurden naturbelassene Materialien verwendet. Ingrid hat große Leidenschaft und ein sicheres Gespür für schöne Dinge, für Design, Kultur und Architektur. Die besondere Atmosphäre und Authentizität ist in jedem Winkel zu spüren. Gäste, die das Echte und  Erholung vom Alltagsstress suchen, die Kraft in natürlicher Umgebung schöpfen wollen, sind bei Ingrid im Haidl-Hof gut aufgehoben.

Blütenstauden rahmen die Holzveranda ein. Daran schließt sich der Garten mit den alten Obstbäumen an. Rund ums Haus sind idyllische Sitzgelegenheiten, eine Hängematte und eine bequeme Gartenliege. Wenn man sich mit einem Buch zurückziehen möchte, findet man eine Nische im Garten. Ingrid verwöhnte mich mit selbst gemachtem Apfelmost, mit Holundersirup, mit frischen Aprikosenknödeln….

Drei modern eingerichtete Ferienwohnungen:

 

Im Gästebuch des Hauses.

…Alles hat seine Bedeutung, seinen tieferen Sinn, alles ist mit Liebe und Hingabe gemacht, es hat Bestand und ist erfüllt von Geschichten. In den Jurten ist alles eingebunden: Die Wolle, die Farben, Gräser, die Mythen des Landes, die Elemente, die kosmische Ordnung. – Alles ist ein spürbarer Teil unseres Lebens. Je länger du hier bist, desto tiefer dringt dieses ursprüngliche Sein in deine Zellen ein, schwingt in andere Schichten.“ In Eurem wunderbaren Haus mitten im „Woid“ lebt der Geist einer kirgisischen Jurte! Wir fühlen uns Körperlich geerdet, geistig inspiriert und seelisch geweitet. Habt vielen Dank!.“ Sabine und Florian, im Januar 2012 

In dieser Region finden Gäste Kraft und Stille. Echtheit, Ursprünglichkeit und Wohlbefinden ohne Umweg. Direkt aus der Quelle der Natur. Statt künstlicher Wellnessanlagen, Action oder Gourmet-Tempel findet der Gast einmalig schöne, fast unberührte Landschaft um Marchhäuser, Auersbachsreut, Bischofsreut und Haidmühle.

Meine Tipps für Unternehmungen in die Umgebung:

  • Ingrid Haidl-Madl hat zwei komfortable Original 8-Gang-Quiltmannräder auszuleihen. Ingrid gibt ihren Gästen gern Tipps oder ein Lunchpaket für eine Tagestour mit auf den Weg.
  • Herman Lenz verbrachte von 1963 bis 1986 seine Urlaube im nahegelegenen Bischofsreut. In der Ferienwohnung »Herman Lenz« im Haidl-Hof, laden Bücher und eine Biografie von Lenz zum Schmökern ein. Lass dich von Hermann Lenz Gedichten anregen und wandere auf seinen den Spuren durch den Bayerischen Wald.
  • Eine inspirierende Reise in die Vergangenheit ist eine Tour in das verlassene Dorf »Leopoldsreut«. Nicht weit davon ist der 36 Meter hohen Aussichtsturm am Haidel. Der Blick von dort reicht über riesige Waldmeere bis zum Dreisessel. Empfehlenswertes Buch: »Das verschwundene Dorf« von Peter Hofer. Es erzählt die Geschichte von Leopoldsreut. Der Ort oberhalb Bischofsreut wurde aufgelöst. Nur die Dorfkirche Johannes Nepomuk und die ehemalige Dorfschule stehen noch an ihrem alten Platz. In der Kirche ist eine interessante Fotodokumentation. Unbedingt besuchen!
  • Für Naturfreunde ist der »Steig der Artenvielfalt« zu empfehlen. Auf dem Weg von Bischofsreut nach Haidmühle kommt man an verschiedenen Biotoptypen vorbei. Es wird die Veränderung der Kulturlandschaft erklärt und was es mit den »Waldhufen« auf sich hat. Unbedingt ein Pflanzenbestimmungsbuch und den Fotoapparat mitnehmen.
  • Die Wanderung zum Gipfel des Dreisessel dauert vom Haidl-Hof etwa fünf Stunden. Man kann auf guten Straßen bis zum Gipfel radeln oder mit dem Wagen hinkommen.
  • Kulturlandschaft am Goldenen Steig erleben. Ausgangspunkt ist der Kirchplatz Bischofsreut. Der  grenzüberschreitende Museumssteig Kulturlandschaft am Goldenen Steig führt auf den Spuren des alten Handelswegs knapp sieben Kilometer nach České Žleby, dem früheren Böhmisch Röhren. An diesen Steig erinnern die gut erkennbaren „Säumergräben“, die Steinerne Brücke am Harlandbach in Marchhäuser und Funde von verrosteten Hufeisen entlang des Steiges.
Felsformation auf dem Gipfel des Dreisessel.
Foto © Andreas Riedmiller Felsformation auf dem Gipfel des Dreisessel.

Wie kommt man in die Region Bischofsreut?

Mit dem Bayernticket bin ich für 23,00 Euro (zu zweit 28,00 Euro) mit der Bahn von Kempten via München nach Passau gefahren. Von Passau aus ist es nicht einfach nach Marchhäuser, Bischofsreut oder Haidmühle zu gelangen. Der öffentliche Nahverkehr, sowie grenzüberschreitende Verbindungen könnten in dieser Grenzregion gästefreundlicher organisiert werden. Bürger fordern: „Lückenschluss aller Busse von Haidmühle zum tschechischen Bahnhof Nové Údolí (Neutral). Herstellung des Anschlusses zwischen dem deutschen und dem tschechischen Verkehrsnetz sowie eine Verbindung in Richtung Aigen-Schlägl.“

Mit der Ilztalbahn von Passau in den Bayerischen Wald.

Die privat betriebene Ilztalbahn verbindet Passau mit dem Bayerischen Wald und wird von ehrenamtlich tätigem Personal begleitet. Tickets können direkt beim Zugpersonal der Ilztalbahn erworben werden. Sie fährt von 05. Mai bis 23. Oktober jeden Samstag und an Feiertagen. Die Reise durch abwechslungsreiche Kulturlandschaften ist ein Erlebnis.

Tipp für einen Tagesausflug mit der Ilztalbahn.

Abfahrt ist um 7 Uhr 30 in Passau. Nach direktem Umstieg in Waldkirchen in den wartenden Anschlussbus erreichen Sie den Grenzbahnhof Nové Údoli. Der Zug fährt weiter durch den Böhmerwald, entlang der jungen Moldau in die Städtchen historischen Krumau und Budweis. Die Fahrt dorthin ist ein Erlebnis. Unterwegs lohnt ein Zwischenstopp in Horná Planá, um das Geburtshaus und das Museum von Adalbert Stifter zu besuchen. Weitere Informationen bekommen Sie von der Ilztalbahn. 

Übernachtungsgäste profitieren von GUTI – dem Umweltticket

Mobil ohne Auto. Bisher bieten 21 Gemeinden in der Nationalpark- und Naturparkregion Bayerischer Wald ihren Gästen kostenfreie Mobilität mit Bus und Zug an. Die Gästekarte mit dem GUTI-Logo gilt als Frei-Fahrschein für den gesamten Urlaubsaufenthalt. Infos hier: www.bayerwald-ticket.com

Neu: Fahrtziel Natur Award 2016

Die Nationalpark- und Naturparkregion Bayerischer Wald hat mit dem „Gästeservice Umwelt-Ticket“ (GUTi) den Fahrtziel Natur- Award 2016 gewonnen. Der Bayerische Wald konnte sich gegen das Naturschutzgebiet Ammergauer Alpen mit der „elektronischen Gästekarte“ und der „KönigsCard“ sowie das Biosphärenreservat Südost-Rügen mit der Kurkarte „Bus frei“ durchsetzen, die für ihre Angebote eine Auszeichnung erhielten. Die Preisverleihung fand heute in Potsdam im Rahmen der Jubiläumsfeier „15 Jahre Fahrtziel Natur“ statt. Den Wettbewerb hatte die Kooperation Fahrtziel Natur zum fünften Mal ausgeschrieben. Darin engagieren sich die großen Umweltverbände BUND, NABU und VCD zusammen mit der Deutschen Bahn dafür, ökologisch verträgliches Verkehrsverhalten mit aktivem Naturerlebnis zu verbinden.

Nachhaltiges Reisen:

> Blogartikel in Fahrtziel Natur Regionen


Haidl-Madl_Rehe_01

Vielen Dank an Frau Haidl-Madl für die freundliche Einladung und Unterstützung.

  1. Ein Blogpost, der Lust auf den Bayerischen Wald macht. Wir lieben die Stille und sind immer wieder auf der Suche nach solchen Orten. In unserer heutigen Welt gibt es viel zu wenige davon. Vielleicht steht der Bayerische Wald ja auch bald wieder auf unserem Reiseprogramm? Danke für den Tipp, Andreas.

    • Danke für Euren Kommentar. „Stille“ ist wertvoll. Man kann froh sein, dass es solche Regionen noch gibt. Hier kann man sich erholen und neue Kräfte für den Alltag tanken. Gruß Andreas

  2. Der Bayrische Wald war häufig Sommerferienziel in meiner Kindheit. Damals fand ich das nicht so spannend zumindest gegenüber den Schulkameraden, die mit Italien etc. prahlten. Wenn ich deinen Bericht so lese und die Bilder auf mich wirken lasse, kann ich mir aber gut vorstellen, nach so langer Zeit mal wieder hierher zurückzukehren. Danke für den Impuls

    • Danke für Deinen Kommentar. Ich freue mich, dass Dir meine Bilder und Texte gefallen. Der Bayerische Wald ist in Vergangenheit ein bisschen ins Abseits gekommen. Das ist schade. Seit Outdoorsport und wandern Trend sind, ist der Bayerische Wald ganz vorne mit dabei. Die Region bietet den Gästen viel. Besonders viel Naturnähe, perfekt ausgebaute Wanderwege (zB. Goldsteig), Radwege und noch stille Winkel. Im Nationalpark kann man Naturbeobachtungen machen oder in der Gehegezone, heimische Wildtiere in natürlichem Umfeld sehen und erleben. Einmal innerlich zurücktreten und die Natur auf sich wirken lassen. Sich zurücknehmen, ohne Rummel und Lärm die Kraft der Natur tanken. Für mich ist das der wahre Luxus. Das tut gut um für einen stressigen Alltag gerüstet zu sein. Die Region Bayerischer Wald hat mit dem „Gästeservice Umwelt-Ticket“ (GUTi) den Fahrtziel Natur- Award 2016 gewonnen. Es gibt viele Gründe in den Bayerischen Wald zu kommen – Deutschland ist schön.

      Viele Grüße Andreas

  3. Sehr stimmungsvoll, wie du die Region in Szene setzt, vor allem die liebenswerten Details. Spricht mich total an, die Natur, die Stille und die Knödel 😉 Ich wollte schon länger mal in den Bayerischen Wald, diese Ecke werde ich mir vormerken.

    • Liebe Antje,

      danke für Deinen Kommentar. Das Einfache ist wertvoll. Wenn man will, kann Luxus und Lebensqualität neu definiert werden. Für mich hat es wenig mit weiten Reisen, Wellenessstempeln und mit überladenen Buffets gemeinsam. Es kommt darauf an, was man aus einer Reise macht. Im bayrischen Wald hat es mir gerade deswegen so gut gefallen, weil hier die Landschaft noch nicht mit Bänken aus Edelholz möbliert ist. Es gibt keine stählernen Hängebrücken, Aussichtsbalkone und es stehen kaum störende Infotafeln in der Landschaft. Land und Leute sind authentisch. Mich freut die Gastfreundschaft, die kleinen Details und Aufmerksamkeiten des Gastgebers. Nicht zuletzt das Naturerlebnis in einer Region, welches ich entdecken kann.

      Liebe Grüße Andreas

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